Willkommen auf der Thieller Seite

Dossier über FKK des Schweizer Fernsehens:


FKK - mehr als nackte Haut


Innerhalb dieses Dossiers vom Juni 2011 gibt es einen

Dokumentar-Film von Urs Frei (u.a. mit Trudi Merz, Christian Grünig und Walter Haefeli) im Schweizer Fernsehen (1997)

Weiteres Material zu Thielle: Die Broschüre Werner Zimmermann - ZImmermann Material - Inspiriertes Aelterwerden
eWerner_Zimmermann.htmlZimmermann_Material.htmlInspirierte_Aelteste.htmlInspirierte_Aelteste.htmlhttps://www.youtube.com/watch?v=Jw3udp4xeU0shapeimage_1_link_0shapeimage_1_link_1shapeimage_1_link_2shapeimage_1_link_3

Willkommen auf der Thieller Seite!


Hier platziere ich in loser Folge Inhalte, die mit Thielle zu tun haben: Links zu Videos und Fernsehsendungen, Texte, ehemalige Steinkauz-Rundbriefe, Impressionen und Anregungen.


Viel Spass!

Rolando

Die Broschüre online - s. unten


Diese Broschüre besteht aus philosophischen Zusammenfassungen und Interviews und nimmt Bezug auf meine Reisen nach Asien. Ich versuche, die Grundgedanken von Thielle in ihrer Essenz zu erfassen und mit neueren Richtungen in Zusammenhang zu bringen. Es ist eine Art Schreibwerkstatt: Philosophie mit spontanen Anteilen. Das Lesen soll sowohl anregen als Spass machen und das Leben in Thielle, seine Geschichte und Philosophie, aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten.

Broschüre, 72 S.


Das schmale Bändchen "Thielle – und Die Neue Zeit" ist eine Hommage an die Gemeinschaft Thielle. Auf 69 aufregenden Seiten verknüpft Dr. Roland Schutzbach leichtfüssig das Lebenswerk Werner Zimmermanns mit Novalis, Fjodor Dostojevski, Henry David Thoreau und anderen, vermengt es mit Reisebeschreibungen und garniert es mit Interviews und Reflexionen. Nie war Philosophie anregender.


MIkael Krogerus, Journalist und Buchautor


Thielle und Neue Zeit.pdf


Fürs Herunterladen bitte 10.- an folgendes Konto senden:


Förderverein für Welt-Philosophie/ Roland Schutzbach:

Raiffeisenbank Bielersee, 3232 Ins

Ch46 8083 3000 0075 4850 6

Clearing: 80833

PC 25-5389-7

Rundbrief Steinkauz 1, August 2011


Liebe Thieller Freunde,


vielen Dank für die vielen Feedbacks auf mein letztes Mail aus Bali vom April! Eure Antworten haben mich ermutigt, die Broschüre „Thielle und die neue Zeit“ fertig zu stellen und zu drucken. In Thielle waren dann auch die Rückmeldungen sehr positiv, und die erste Auflage ist fast ausverkauft.


Mit Shantam, dem Yoga-Lehrer und Vogel-Kenner, habe ich die Idee ausgetauscht, den Rundbrief Steinkauz zu gründen. Gemäss Shantam ist der Steinkauz das Tier der Weisheit. Daher wird dieser Newsletter sich in unregelmässiger Folge mit philosophischen und spirituellen Themen befassen und sich von Politik oder Tages-Aktualitäten in Thielle fernhalten. Weiteres siehe ganz unten.


Ich hoffe, dass ihr die Texte unterhaltsam und anregend findet, und freue mich über Rückmeldungen.


Die heutigen Beiträge:


Gespräch mit Bruno Meier, Thieller der ersten Stunde, und Ueli Schranz

Zusammenfassung unserer philosophischen Kreise in diesem Sommer.


Ganz herzlich aus Thielle


Rolando


...............................................…


1. Gespräch zwischen Bruno Meier, Ueli Schranz und Rolando


Bruno kam im Jahr 1950 aufs Gelände. Er war ein persönlicher Freund von Werner Zimmermann. Ich begegne ihm und seiner Frau Elisabeth zufällig im Restaurant „Aux Philosophes“. Ich bitte ihn um ein Interview und nehme es auf; die Auswertung steht noch aus. Später treffe ich ihn im Hafen, und davon berichtet das folgende Gedächtnisprotokoll. Nur so viel sei aus dem Interview verraten: Werner Zimmermann beendete seine Vorträge in Thielle immer mit einem Hand- oder Kopfstand ;-)


Ein Gespräch im Hafen


Ich hatte Bruno M., einen der alten Thieller, am Vortag im Café Philosophes kennen gelernt und bereits einmal interviewt. Nun traf ich ihn erneut am Hafen. Ueli S. gesellte sich dazu. Ich bringe Ausschnitte aus dem Gespräch:


Unser Gespräch dreht sich dann um die freie Liebe. Bruno Meier war, wie WZ, ein Verfechter der freien Liebe. Aber Elsi, die Königin des Geländes, war eine kräftige Gegnerin dieser Idee. Sie verwies untreue Leute sofort vom Platz. In dieser Hinsicht war sie rigoros. 

Bruno‘s Frau Elisabeth ist inzwischen auch zu uns gestossen. Sie erzählt von Mutter Elsi, von Königin Elsi. Sie hatte so etwas wie einen Hofstaat; das waren Menschen, die ihr das Müesli brachten, die sie bedienten. Ueli berichtet, dass man sehr viel Geduld haben musste, wenn man etwas von ihr wollte. Manchmal durfte man stundenlang hinter Elsi herzotteln, wenn man z.B. einen Zeltplatz haben wollte. Wenn man nach einigen Stunden bescheiden auf das eigene Anliegen hinwies, bekam man zur Antwort: „Du hast keine Geduld. Das musst du lernen.“


Elsi war der Motor für die Stiftungsgründung, denn eigentlich interessierte sich auch die ONS für das Gelände. Gemäss Ueli hat sie sich damals gute Berater gesucht, denn die Stiftung hält, sie „verhäbt“. 


Bruno berichtet von seinem ersten Besuch auf dem Gelände im Jahr 1950. Er sei damals 23 Jahre alt gewesen und habe mit einer jungen Züricherin im selben Alter zu Mittag gegessen.

„Danach bin ich in den Zug gestiegen - natürlich in den Speisewagen. Dort sass mir eine Dame in den 50igern gegenüber. Sie schaute mich die ganze Zeit an und fragte schliesslich: Sie strahlen ja übers ganze Gesicht! Was ist mit Ihnen los? Sind Sie glücklich?

Und ich antwortete: Ja, ich komme gerade direkt aus dem Paradies!“


…………………………………….


2. Zusammenfassung unserer philosophischen Kreise in diesem Sommer.


Im Rahmen mehrerer philosophischer Veranstaltungen auf dem Gelände 2011 machte ich am Anfang jeweils eine Umfrage zum Thema „Warum bin ich in Thielle?“ Ich notierte die Antworten auf einem Flip Chart und gebe sie hier wieder:


Austausch/ Inspiration/ Kein Alkohol, Fleisch und Nikotin/ Ruhe und Energie/ Herzlichkeit/ Herausforderung/ Zweite Heimat/ Einfaches Leben/ Schönheit und Leichtigkeit/ Ursprünglichkeit der Natur/ Heitere Welt/ Kraftort/ Teil einer höheren Einheit/ Lachen/ See und Wetter/ Alles was mir gut tut/ Kurse/ Interessante und individuelle Menschen/ Musik und Tanz/ Unterschiede/ Nackt-Sein/ S‘ chönna si/ Friedliche Stimmung/ Geschichts-Gefühl/ Gleichgesinnte/ Spiritualität/ Spiel und Sport/ Vertrauen.


Ich war ziemlich überwältigt!


In einem weiteren Schritt machte ich eine Umfrage, die ich auf den Text aus meiner Broschüre „Thielle und die neue Zeit“ stützte. Dort habe ich mich am Schluss mit Fragen der Führung befasst und eine Liste des bekannten Autors Deepak Chopra zitiert:


Die Teilnehmer eines Führungsgremiums beantworten die folgenden Fragen jeweils mit ja, nein oder neutral. Hier einige dieser Fragen:


Die Regeln sind locker genug für mich zum Atmen.

Ich werde geschätzt.

Es gibt nur minimalen Anpassungsdruck.

Die Leute haben hier Spass miteinander. 

Neue Ideen werden mit Freude aufgenommen.

Risiko wird belohnt.

Es gibt Raum für Spielerisches.

Ich bewundere das, wofür die Gruppe steht.    


Ich stellte nun diese Fragen an die Teilnehmer des Vortrags mit Bezug auf Thielle. Es war wiederum sehr inspirierend, dass die Teilnehmer fast immer die Hand hoben als positive Antwort auf die Fragen. 

Einzig bei einer Frage hob sich keine Hand: Risiko wird belohnt.


Beim ersten philosophischen Gesprächskreis ging es um die Glückseligkeit, beim zweiten um die lebendige Gemeinschaft.

Zum ersten Thema zitierte ich einen meiner Lieblingsphilosophen, den römischen Kaiser Marc Aurel, den „Philosophenkaiser“. Eines der Worte aus seinen„Selbstbetrachtungen“: Wo du lebst, da kannst du auch glücklich leben.


Mark Aurel zeigte im 2. Jahrhundert nach Chr., dass das Philosophieren auch als Kaiser möglich ist. Er regierte mehrere Jahrzehnte und behielt seine philosophische, bescheidene Haltung immer bei. 


Hier die „Kriterien einer Gemeinschaft“, die ich im Rahmen meiner Diss über die „lebendige Gemeinschaft“ entwickelt und bei den Gesprächen vorgestellt habe:


Einheit/ Geistige Übungen/ Lösung der Machtfrage/ Aufgabe/ Das Philosophieren/ Die Rituale/ Die Gemeinschaft der Gemeinschaften/ Lachen, Humor und Lächeln/ Liebe/


Danke für‘s Lesen bis hierher! Es folgen noch ein paar Infos


Ganz herzlich


Rolando


………….


Du bist eingeladen, mir ein Feedback oder einen eigenen Beitrag zu schicken, den ich dann gerne im nächsten Rundbrief veröffentliche.

Wenn dich diese Themen nicht interessieren, dann lass es mich bitte wissen. Der Rundbrief geht an ca. 100 Thieller Adressen, die sich im Lauf der Zeit angesammelt haben.


Der Philosoph der Freude, Epikur, betont die Wichtigkeit der Freundschaft. Ich hoffe, dass diese Rundmails unsere Freundschaft stärken. Denn oft finden wir nicht die Zeit, uns mit all den interessanten Menschen in Thielle ausführlicher auszutauschen. Manche kommen eine ganze Saison nicht, und im Winter besteht meist kein Kontakt. 


Thielle als strahlendes Paradies des Lichts


Ein interaktives Spiel


Einführung


Das Spiel ist nicht ganz ernst gemeint und naturgemäss ein spielerisches Unterfangen.

Es gibt ein Brettspiel mit dem Titel "Die Siedler". In diesem Spiel wird Land besiedelt. Die Spieler haben die Aufgabe, diese Besiedelung möglichst sinnvoll zu organisieren. Dabei geht es um technische Fragen, aber auch um Fertigkeiten der Führung, der Geschicklichkeit usw. Unser Spiel ist von diesem Modell angeregt.


Das Spiel


Unser Spiel findet nicht auf dem Brett statt, sondern in der Realität. Jeder Thieller ist ein Mitspieler, ob er dies weiss oder nicht, und ob er dies will oder nicht. Jeder gibt einen Beitrag, nach dem Motto: Du kannst nicht die Welt nicht verändern :-)

Mit unserem Da-Sein und mit unserem Verhalten verändern wir die Welt.

Alle Thiellerinnen und Thieller sind also Mitspieler. Weitere Mitspieler sind die Behörden, die Presse, die Familien der Thieller, usw.

Wir konzentrieren uns in der ersten Phase des Spiels auf die Thieller.

Diese spielen also mit, indem sie Schwimmen gehen, Volleyball spielen, freiwillige Arbeit leisten, in der Aussenküche kochen, reklamieren oder loben, als Küchenchef fungieren, die Klos putzen, in den Wohnwägen Liebe machen, in der Aussenküche kochen, auf den Damm gehen, im Stiftungsrat beraten, die Betriebsleitung ausüben usw.


Es spielen auch diejenigen mit, die ein solches Paradies für Blödsinn halten, die überhaupt nichts von Visionen oder von Spielen halten.


Ein Paradies des Lichts ist schon öfter versucht worden, es ist eine Sehnsucht der Menschheit. Es ist oft gescheitert und manchmal auch gelungen. Auf der grossen Szene scheinen solche Visionen meist danebenzugehen: Die französische Revolution erzeugte nicht Gerechtigkeit, sondern zunächst Gewalt. Nach dem Sieg über Hitler wurde von den Siegermächten die wunderbar visionäre "Charta der vereinten Nationen" verfasst, die auf ein Friedensparadies auf Erden hinzielte. Die wachsende Feindschaft zwischen den USA und der Sowjetunion hielt die Welt danach jahrzehntelang mit der drohenden Zerstörung des Planeten in Atem.

Sind wir eigentlich seit diesen geschichtlichen Ereignissen weiter gekommen?


Unser Spiel zieht dies alles in Betracht. Wir Spieler haben es im Bewusstsein.


Das Spiel beginnt jetzt. Die Läufer warten in ihren Startlöchern, die Spieler haben die Würfel zur Hand, die Visions-Bälle werden geworfen. Los geht's!




Infos und Dokumentation hier

Video über Thielle in Findhorn (englisch): http://www.youtube.com/user/rolandlaughter?feature=mhee

Die Webseite Thiellosophie

www.thiellosophie.net